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Implantologie-Fortbildung: Welche Kurse lohnen sich wirklich?

Implantologie-Fortbildung für Zahnärzte: Welche Kurse führen zur Tätigkeitsschwerpunkt-Anerkennung? Hands-on vs. Lecture – so wählst du richtig.

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suviendo Team
9. Mai 2026

Die Implantologie ist eine der lukrativsten Zusatzqualifikationen in der Zahnmedizin – und gleichzeitig ein Bereich, in dem die Kursqualität enorm variiert. Dieser Leitfaden hilft dir, die richtige Fortbildung zu wählen.

Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie: Was brauchst du?

Die Zahnärztekammern vergeben den Tätigkeitsschwerpunkt „Implantologie" nach unterschiedlichen Anforderungen. Typisch:

  • Theoretischer Anteil: 50–100 Stunden Kurszeit
  • Praktischer Anteil: Hands-on an Phantom oder Tier (Schweinekiefer)
  • Fallzahl: Eigenständig durchgeführte Implantate unter Supervision
  • Fortlaufende Fortbildung: Regelmäßige CME-Punkte im Fachbereich

Hands-on vs. Lecture-only Kurse

Der entscheidende Unterschied:

Hands-on-Kurse:

  • Du arbeitest direkt am Modell oder im OP
  • Sofortige Korrektur durch erfahrene Trainer
  • Teurer (500–2.500 € für 2-Tages-Kurs), aber unersetzlich
  • Empfehlung: für alle, die noch keine oder wenig Implantaterfahrung haben

Lecture-Kurse:

  • Theoretisches Wissen, Fallvorstellungen
  • Günstiger, gut zur Auffrischung
  • Für erfahrene Implantat-Zahnärzte zur Wissensaktualisierung

Welche Systeme solltest du lernen?

Die drei marktführenden Systeme in Deutschland:

  1. Straumann – Premium, weltweit verbreitet, gute Evidenz
  2. Nobel Biocare – breite Indikationspalette, bekannt für All-on-4
  3. Dentsply Sirona – Integration mit digitalem Workflow

Tipp: Lerne mindestens ein Premiumsystem und ein preisgünstigeres System (z.B. Camlog, Thommen) für selbstzahlende Patienten.

Kursanbieter im Überblick

Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI): Strukturiertes Curriculum, anerkannt von allen Kammern. Zeitaufwändig aber umfassend.

Universitäre Kurse: Hochwertig, wissenschaftlich fundiert, teils mit Kassenabrechnung kombinierbar.

Hersteller-Kurse: Praxisnah, systemspezifisch, oft subventioniert. Qualität variiert stark.

Private Fortbildungsakademien: Flexibel, oft international (Mallorca, Südtirol), gute Hands-on-Anteile.

Kosten und Amortisation

Ein guter Implantologie-Kurs kostet 1.000–5.000 €. Die erste eigenständig gesetzte Implantatkrone bringt 1.500–4.000 € Umsatz. Die Amortisation ist in der Regel nach 2–5 Implantaten erreicht.

Fazit

Investiere in qualitativ hochwertige Hands-on-Kurse, vorzugsweise mit Kammeranerkennung. Die DGI-Curricula sind aufwändig aber der Goldstandard. Für Einsteiger: starte mit einem soliden 2-Tages-Hands-on-Kurs eines renommierten Trainers.

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