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Ratgeber7 Min Lesezeit

Implantologie-Fortbildung: Welche Kurse lohnen sich wirklich?

Implantologie-Fortbildung für Zahnärzte: Welche Kurse führen zur Tätigkeitsschwerpunkt-Anerkennung? Hands-on vs. Lecture – so wählst du richtig.

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suviendo Team
9. Mai 2026
## Implantologie-Fortbildung – so wählen Zahnärzte den richtigen Kurs Die Implantologie ist eine der lukrativsten Zusatzqualifikationen in der Zahnmedizin – und gleichzeitig ein Bereich, in dem die Kursqualität enorm variiert. Dieser Leitfaden hilft dir, die richtige Fortbildung zu wählen. ### Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie: Was brauchst du? Die Zahnärztekammern vergeben den Tätigkeitsschwerpunkt „Implantologie" nach unterschiedlichen Anforderungen. Typisch: - **Theoretischer Anteil:** 50–100 Stunden Kurszeit - **Praktischer Anteil:** Hands-on an Phantom oder Tier (Schweinekiefer) - **Fallzahl:** Eigenständig durchgeführte Implantate unter Supervision - **Fortlaufende Fortbildung:** Regelmäßige CME-Punkte im Fachbereich ### Hands-on vs. Lecture-only Kurse Der entscheidende Unterschied: **Hands-on-Kurse:** - Du arbeitest direkt am Modell oder im OP - Sofortige Korrektur durch erfahrene Trainer - Teurer (500–2.500 € für 2-Tages-Kurs), aber unersetzlich - Empfehlung: für alle, die noch keine oder wenig Implantaterfahrung haben **Lecture-Kurse:** - Theoretisches Wissen, Fallvorstellungen - Günstiger, gut zur Auffrischung - Für erfahrene Implantat-Zahnärzte zur Wissensaktualisierung ### Welche Systeme solltest du lernen? Die drei marktführenden Systeme in Deutschland: 1. **Straumann** – Premium, weltweit verbreitet, gute Evidenz 2. **Nobel Biocare** – breite Indikationspalette, bekannt für All-on-4 3. **Dentsply Sirona** – Integration mit digitalem Workflow Tipp: Lerne mindestens ein Premiumsystem und ein preisgünstigeres System (z.B. Camlog, Thommen) für selbstzahlende Patienten. ### Kursanbieter im Überblick **Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI):** Strukturiertes Curriculum, anerkannt von allen Kammern. Zeitaufwändig aber umfassend. **Universitäre Kurse:** Hochwertig, wissenschaftlich fundiert, teils mit Kassenabrechnung kombinierbar. **Hersteller-Kurse:** Praxisnah, systemspezifisch, oft subventioniert. Qualität variiert stark. **Private Fortbildungsakademien:** Flexibel, oft international (Mallorca, Südtirol), gute Hands-on-Anteile. ### Kosten und Amortisation Ein guter Implantologie-Kurs kostet 1.000–5.000 €. Die erste eigenständig gesetzte Implantatkrone bringt 1.500–4.000 € Umsatz. Die Amortisation ist in der Regel nach 2–5 Implantaten erreicht. ### Fazit Investiere in qualitativ hochwertige Hands-on-Kurse, vorzugsweise mit Kammeranerkennung. Die DGI-Curricula sind aufwändig aber der Goldstandard. Für Einsteiger: starte mit einem soliden 2-Tages-Hands-on-Kurs eines renommierten Trainers.
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